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Die Magie der Rauhnächte

Beginnend in der Nacht am 24.12.(bzw.0.00 Uhr also eigentlich am 25.12.) bis zum 6.1. des neuen Jahres finden die 12 Rauhnächte statt. Den Ursprung haben die Rauhnächte in der germanisch/keltischen Mythologie. Der germanische Kalender kannte das Mond- und das Sonnenjahr. Das Sonnenjahr mit 365 Tagen und die Mondzyklen mit jeweils 28 Tagen ergeben eine Differenz von 12 Nächten:

Die heiligen Rauhnächte. Da sie außerhalb der Zeit liegen gelten sie als magisch und mystisch. In dieser Zeit webt sich das neue Jahr in den feinstofflichen geistigen Bereichen. Im außen kommt alles zur Ruhe, während gleichzeitig sämtliche Tore zu anderen Dimensionen sehr weit geöffnet sind: zum Reich der Naturwesen, zum Reich der Verstorbenen, zum Reich der Engel und höherer Dimensionen. Ein Segensstrom geht auf die Erde nieder und ermöglicht Heilung und Erneuerung auf allen Ebenen.

Die Zeit eignet sich hervorragend für orakeln, wahrsagen, spirituelle Erfahrungen und innere Klarheit zu finden bzw. zu manifestieren, was man sich wünscht. Jeder Tag bzw. Nacht steht für einen Monat des Folgejahres, also der die des 24.12. auf den 25.12. und der 25.12. tagsüber für den Januar und so weiter. Alles was an diesen Tagen geschieht, insbesondere im Inneren und energetisch wird sich im entsprechenden Monat wiederfinden. Die Rauhnächte laden uns ein das vergangene Jahr zu reflektieren, Dinge zu verabschieden, begonnenes abzuschließen, um uns mit neuer Kraft auf das Neue Jahr vorzubereiten. Außerdem verbinden wir uns mit unserem Ursprung, denn die Nächte liegen außerhalb der Zeit, also dort, wo wir vor der Geburt waren und nach dem Tod sein werden.

Traditionell bereitet man sich auf die Rauhnächte vor, um sich ihnen dann ganz hingeben und öffnen zu können. Als Vorbereitung sollen alle wesentlichen weltlichen Dinge abgeschlossen werden: Schulden bezahlen, Rechnungen begleichen, geliehenes zurückgeben, alte Angelegenheiten klären, Ordnung im eigenen Heim schaffen, Menschen Dankbarkeit zeigen für ihre Unterstützung. Alles soll an seinen Platz für eine klare, geordnete Energie. So lenkt uns nichts ab, in die Stille, in die Einkehr und Verbindung mit dem übersinnlichen, göttlichen zu gehen. Auch wird empfohlen den Wohnraum zu räuchern, um ihn so von Energien des letzten Jahres zu befreien und zu reinigen, so entsteht Raum für neues. Wenn du es magst zu räuchern eignet sich dafür Salbei oder Weihrauch. Ein Tagebuch für diese Zeit ist eine gute Idee. So hälst du Erlebnisse, Erfahrungen, Träume fest und kannst im Laufe des Jahres schauen, was sich bewahrheitet hat. Oder in den Rauhnächten des Folgejahres, wenn du dein altes(jetzt das neue, kommende) Jahr reflektierst.

Als Anregung für diese Nächte bzw. diese Zeit lege ich dir ans Herz dich mit folgenden Themen zu befassen:

Was war schön in diesem Jahr, wofür bin ich dankbar? Was hat sich verändert? Was habe ich gut zu Ende gebracht? Was lasse ich zurück, was nehme ich mit? Was gilt es noch zu erlösen? Wer soll mich im kommenden Jahr begleiten? Was sind meine Ziele im neuen Jahr? Was bringt mein Herz zum Leuchten? Wofür setze ich meine Lebensenergie ein? Was will ich auf die Erde bringen?

Schon als Kind habe ich diese Zeit als sehr besonders empfunden, eine Zeit, die keine Zeit ist, in der sich alles anders anfühlt, es scheint ein allgemeiner Stillstand zu herrschen, der es verlangt in die eigene Tiefe zu gehen, um dort Botschaften zu empfangen für das kommende Jahr, für das Leben, für das, was wirklich wichtig ist. Und eine Zeit des Innehaltens, Nichtstun, um Kraft für die neuen Herausforderungen im kommenden Jahr zu sammeln. Eine Zeit, die einlädt Märchen auf sich wirken zu lassen, in denen die Macht der Anderswelt sich zeigt z. B. bei Aschenputtel, Frau Holle, Sterntaler, Schneekönigin. Eintauchen in die Magie des Seins, genießen, meditieren, weissagen...

Wie auch immer du diese Zeit für dich gestaltest, ich wünsche dir viel Freude dabei!!

Literaturtipp: J. Ruland „Das Geheimnis der Rauhnächte“

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