Wie du deine negativen Glaubenssätze erkennst und transformierst

Kennst du das auch, dass du aus unerklärlichen Gründen in einem Lebensbereich einfach nicht voran kommst, obwohl im außen alles möglich scheint? Dass etwas stagniert, keine Bewegung in bestimmte Themen kommt und du dich fragst, wie kann das sein?

Der Grund dafür kann in einem negativen Glaubenssatz liegen, der dich unbewusst am erreichen deiner Ziele hindert. Was sind die Kennzeichen eines negativen Glaubenssatzes? Oft werden bestimmte Signalwörter verwendet wie z.B. Beispiele sind: muss, sollte, darf nicht, niemals, immer, völlig, keiner, niemand, alle, jeder. Die Sätze sind oft ausschließlich, verallgemeinernd und lassen wenig Spielraum.

„ Alle Männer wollen nur das Eine“ „ Ein Indianer kennt keinen Schmerz“ „Ich bin dumm“ „Ich darf nicht um Hilfe fragen, das ist Schwäche.“

Einige Sätze finden sich in Sprüchen wider, die wir aus der Umwelt aufgeschnappt haben, andere haben sich im Laufe unseres Lebens aus unserem Erfahrungsschatz gebildet.

Wie sind die negativen Glaubenssätze nun aufzuspüren, zu entdecken? Wie machst du sie dir bewusst? Denn nur so ist es dir möglich, sie zu verändern. Frage dich was denkst du über die Welt, über Männer, über Frauen, über Geld? Schreibe auf, was dir spontan in den Sinn kommt, nicht denken, einfach losschreiben : ), nur so kommst du an deine unbewussten Sätze. Fällt dir das schwer, beobachte die in Situationen, wenn es dir schlecht geht oder denke daran zurück. Welche Gedanken, Gefühle, welche Sätze passen zu den Situationen? Was glaubst du dazu, wenn du z. B. Verlassen wurdest, dir gekündigt wurde, du einen Unfall hattest oder oder oder?

Wenn du einen Glaubenssatz gefunden hast, schreibe ihn auf.

Beispiel: Ich bin dumm und unbegabt für alles, was mit Zahlen zu tun hat.

Finde dann die Tatsache, wie du zu diesem Satz gefunden hast.

Tatsache: Ich hatte in der Schule eine 5 in Mathe.

Alleine die unangenehme Tatsache zu enttarnen ist schon ungemein erleichternd. Denn eine 5 in Mathe sagt natürlich nur begrenzt etwas dazu aus, ob du dumm bist oder kein Gefühl für Zahlen hast, das lässt wesentlich mehr Spielraum. Spüre auch, wie du dich mit diesem Glaubenssatz fühlst, und wie sich der Glaubenssatz in deinem Körper anfühlt.

Und jetzt? Nun finde einen positiven Glaubenssatz mit dem du den anderen ersetzt. Beispiel: Ich bin klug, gewissenhaft und finde Mathe herausfordernd. Prüfe auch hier wie der Satz sich anfühlt. Das sollte natürlich durchweg angenehm sein, wie Schokolade, für diejenigen, die Schokolade mögen. Bei positiven Glaubenssätzen stelle sicher, dass sie in der Gegenwart formuliert sind, keine Verneinungen haben, sondern positiv formuliert sind. Durch die Formulierung als Tatsache werden die Aussagen und der Inhalt ganz anders in unserem Gehirn verankert. Genau darum funktionieren ja auch die negativen Glaubenssätze so extrem gut (im negativen Sinne…). Hier haben wir entsprechend die sich selbst erfüllende Prophezeiung im umgekehrten Sinn wie bei den negativen Glaubenssätzen. Also bleib dran, auch wenn es sich vielleicht beim ersten mal noch fremd anfühlt, finde Formulierungen, die dir Spaß machen, sich gut anfühlen. Schreibe deine neuen Sätze am besten täglich in einem Tagebuch auf, damit sie sich in deinem Unbewussten Schritt für Schritt verankern, denn jede Veränderung braucht Zeit.

Viel Freude dabei!