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Selbstmitgefühl und Mitgefühl eine Quelle für Frieden

zwei sitzende Menschen, die sich an Händen halten
Foto: pexels: shevts production

 

 

In dieser turbulenten Zeit im außen möchte ich die Aufmerksamkeit zu einem schönen Thema lenken, zum Frieden. Es heißt ja, Frieden beginnt in dir. Von dort strahlt er in die Welt und: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.

Doch was genau bedeutet das für dich, für deinen Alltag? Wie gelingt es, dass wir diese wahren weisen Worte umsetzen und leben? Basis dafür ist aus meiner Sicht das Mitgefühl und das Selbstmitgefühl.

 

 

 

Was bewirkt Mitgefühl?

Mitgefühl füreinander ist die Basis für menschliche Begegnungen finde ich. Daraus entsteht auf natürliche Weise Respekt, Wertschätzung und vielleicht auch Neutralität oder Neugier. Was bedeutet es Mitgefühl zu haben? Vielleicht nicht gleich jemanden verurteilen oder beurteilen zu müssen, der eine andere Meinung hat oder sich anders verhält so wie wir es uns wünschen oder es erwarten. Offen zu bleiben und hinter dir Dinge zu blicken, was führt diesen Menschen dahin sich zu verhalten, so etwas zu sagen, zu tun? Klar, wenn du Menschen begegnest, die auf deiner Wellenlänge sind, ist das unglaublich leicht. Sie sind dir selbst, deinem Ich, deiner Weltsicht nah, deshalb sind sie dir vermutlich in vielen Dingen ähnlich. Was ist aber, wenn Menschen nun ganz anders sind, dich reizen, dich ärgern, erschrecken oder ähnliches?

Das sind die Momente, in denen Mitgefühl sehr wertvoll ist, für dich, aber auch für den anderen und: du bleibst in einer friedlichen Energie.

Manchmal kann uns schon die Puste ausgehen mit dem Mitgefühl, wenn zum Beispiel die Freundin zum wiederholten mal mit ihrem Ex- Partner eine neue Beziehung beginnt, von der wir vorhersehen, dass es auch diesmal im Schmerz enden wird. Statt sie zu verurteilen kommen wir ihr mit Mitgefühl vermutlich näher, was bewegt sie diesen Schritt zu tun? Vielleicht fühlt sie sich sehr einsam, hat verinnerlicht dass Liebe weh tut oder oder oder..... indem wir neugierig und achtsam auf sie schauen, sie verstehen möchten, ihr Mitgefühl entgegen bringen, öffnen wir vielleicht Türen zu ihrem Inneren, die sie selbst verschlossen hat. Ich meine nicht, wir sollten unsere eigene Meinung zurückhalten, nein, was wir fühlen und denken sollte Raum haben, nur ist es energetisch ein Unterschied, ob ich aus Mitgefühl etwas teile und mit Liebe auf den anderen blicke oder verurteile und meine, nur ich weiß, wie es eigentlich richtig wäre. Und auch Menschen, die uns vielleicht gar nicht nah stehen und für uns schreckliche Dinge in die Welt bringen, unser Blick voll Mitgefühl schafft statt Hass die Energie Liebe, das bedeutet nicht, dass wir einverstanden mit diesen Menschen oder den Dingen sind, die sie tun. Dagegen aufzubegehren, sich aktiv einzusetzen für eine bessere Welt, davon befreit aus meiner Sicht das Mitgefühl nicht. Aber wir sind mit uns selbst in einer anderen Energie.

Was bewirkt Selbstmitgefühl?

Immer wieder begegne ich Menschen, die ich professionell begleite, die nicht für sich selbst da sein können, nicht wissen, wie das geht oder sehr hart zu sich selbst sind. Hohe Erwartungen an sich haben, die eigenen Verletzungen bagatellisieren. Wie lebe ich mein Selbstmitgefühl? Zunächst die eigenen Gefühle fühlen. Mich selbst wirklich fühlen und auch verstehen. Und: meine Gefühle nicht verurteilen, sondern Verständnis dafür aufbringen, liebevoll auf mich selbst schauen, wie auf eine beste Freundin oder ein Kind. Innerlich Zuspruch geben, ein ok sich zu fühlen, wie man sich fühlt und für sich selbst da sein. Sich in schweren Phasen, Zeit nehmen, das Schwere zu verdauen, sich Ruhe gönnen, sich selbst verwöhnen. Die Annahme von allem, was in mir ist, auch wenn es anstrengend ist, wirklich liebevoller Umgang mit sich selbst, eine Langsamkeit mit sich selbst. Und falls etwas unangenehmes passiert: nicht dieses „ für irgendwas ist es schon gut“, mag sein, aber in diesem Augenblick ist da Verletzung und Schmerz, der gefühlt werden möchte.

Hier finde ich ist Achtsamkeit vor Überspiritualisierung nötig. Oft habe ich in meiner Praxis von traumatisierten Menschen gehört, „ja aber für irgendetwas war es gut.“ Oder: „ich habe mir diese Eltern ja ausgesucht.“So etwas zu hören schmerzt mich. Mag sein, dass wir als Seele unsere Eltern aussuchen, wer will das schon wirklich wissen : )? Was ich weiß, kein Mensch sucht sich Missbrauch, emotionale Vernachlässigung oder Ausbeutung oder Gewalt aus. So etwas zu behaupten ist grausam. Vielleicht hast du dir als Seele ausgesucht „deine Stärke fühlen“ und in deiner Kindheit schwere Erlebnisse gehabt. Daraus ist dann Stärke entstanden, das war die Wahl, aber nicht die verletzenden Erfahrungen. Da ist Mitgefühl und Selbstmitgefühl am richtigen Platz, davon brauchen wir mehr, kein Mensch hat sich sein Leid ausgesucht. Wir sind in der Lage es zu überwinden, daran zu wachsen, ja. Denn in uns ist ein tiefer Teil, der von all dem unberührt bleibt, dein inneres Licht. Lass es in Welt glitzern ; )

Übungen für Selbstmitgefühl

1. Schaffe kurze Augenblicke der Stille

in denen du deine Gedanken wahrnimmst, deine Gefühle und deine Körperempfindungen. Bewerte nicht, nimm einfach wahr. Wenn du angespannt bist beruhige dich anschließend selbst.

2. Lege eine Hand auf dein Herz, komme zur Ruhe

Sage dir: möge ich akzeptieren, was nicht zu verändern ist“ „Möge ich freundlich zu mir sein.“ „Möge ich nachsichtig sein mit mir selbst." Fühle die Verbindung mit dir selbst und wie dich deine Worte entspannen.

3. Journaling

schreibe täglich kurz auf, welche Gefühle du hattest, ob du freundlich zu dir selbst warst und wenn nicht, was du dir von dir selbst gewünscht hättest.

 

Echtes Selbstmitgefühl ist ein Prozess, aber es ist so wertvoll und lässt dich leichter durch dein Leben gehen.  

 

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